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ALLGEMEINE AUKTIONS- UND VERKAUFSBEDINGUNGEN:

Für unsere Auktionen gelten die folgenden Bedingungen.


Sind sie ein Geschäftskunde?

Dann gelten die Allgemeine Bedingungen für Geschäftskunden.

Sind Sie ein Konsument?

Dann gelten folgende Bestimmungen:

- die allgemeinen Verkaufsbedingungen für Verbraucher mit Vereinbarungen zwischen Ihnen und dem Verkäufer:
Allgemeine Verkaufsbedingungen vor Verbraucher

- die Allgemeinen Versteigerungsbedingungen für Verbraucher mit den darin enthaltenen Versteigerungsregeln:
Allgemeine Auktionsbedingungen

die Allgemeinen Thuiswinkel-Geschäftsbedingungen, die für BVA Auctions gelten und in denen auf die Allgemeinen Versteigerungsbedingungen und Verkaufsbedingungen für Verbraucher verwiesen wird.

Allgemeine Geschäftsbedingungen Thuiswinkel

Allgemeine Geschäftsbedingungen Thuiswinkel drucken

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Nederlandse Thuiswinkel Organisatie (dem niederländischen Verband von Fernabsatzanbietern) sind nach Rücksprache mit dem niederländischen Verbraucherverband im Rahmen des Koordinierungsgremiums zur Selbstregulierung des niederländischen Wirtschafts- und Sozialrates zustande gekommen und treten zum 1. Januar 2012 in Kraft.

Inhalt:

Artikel 1 – Definitionen
Artikel 2 – Identität des Unternehmers
Artikel 3 – Anwendbarkeit
Artikel 4 – Das Angebot
Artikel 5 – Der Vertrag
Artikel 6 – Widerrufsrecht
Artikel 7 - Pflichten des Verbrauchers während der Bedenkzeit
Artikel 8 - Der Verbraucher macht von seinem Widerrufsrecht Gebrauch und diesbezügliche Kosten
Artikel 9 - Pflichten des Unternehmers bei Widerruf
Artikel 10 - Ausschluss des Widerrufsrechts
Artikel 11 - Der Preis
Artikel 12 - Erfüllung und zusätzliche Garantie
Artikel 13 - Lieferung und Ausführung
Artikel 14 - Transaktionsdauer: Dauer, Kündigung und Verlängerung
Artikel 15 - Zahlung
Artikel 16 - Beschwerderegelung
Artikel 17 - Streitigkeiten
Artikel 18 - Branchengarantie
Artikel 19 - Ergänzende oder abweichende Bestimmungen
Artikel 20 - Änderung der allgemeinen Geschäftsbedingungen Onlinehandel

Artikel 1 – Definitionen

In diesen AGB gelten folgende Begriffsbestimmungen:

  1. Ergänzende Vereinbarung: eine Vereinbarung in der der Verbraucher Produkte, digitale Inhalte und/oder Dienste im Rahmen eines Fernabsatzvertrags erwirbt und diese Gegenstände, digitalen Inhalte und/oder Dienste vom Unternehmen oder einem Dritten, auf Basis einer Vereinbarung zwischen diesem Dritten und dem Unternehmen, geliefert werden.
  2. Bedenkzeit: die Frist, innerhalb derer der Verbraucher von seinem Widerrufsrecht Gebrauch machen kann;
  3. Verbraucher: eine natürliche Person, die nicht im Zusammenhang mit seiner Handels-, Unternehmens-, Handwerks- oder Berufsausübung handelt.
  4. Tag: ein Kalendertag;
  5. Digitale Inhalte: Daten die in digitaler Form hergestellt und geliefert werden.
  6. Vertragsdauer: ein Vertrag, der eine regelmäßige Lieferung von Waren, Dienstleistungen und/oder digitalen Inhalten innerhalb eines bestimmten Zeitraums umfasst.
  7. Dauerhafte Datenträger: jedes Hilfsmittel - einschließlich E-Mail -, das den Verbraucher oder das Unternehmen in die Lage versetzt an ihn persönlich gerichtete Informationen auf eine Weise zu speichern, die eine zukünftige Benutzung innerhalb eines Zeitraums, der auf den Zweck dieser Informationen abgestimmt ist und die unveränderte Reproduktion der gespeicherten Informationen ermöglicht.
  8. Widerrufsrecht: die Möglichkeit für den Verbraucher, den Fernabsatzvertrag innerhalb der Bedenkzeit zu kündigen
  9. Unternehmer: die natürliche oder juristische Person, die Produkte, (den Zugang zu) digitalen Inhalten und/oder Dienstleistungen im Rahmen des Fernabsatzes an Verbraucher anbietet.
  10. Fernabsatzvertrag: ein Vertrag, der zwischen Unternehmen und Verbraucher im Rahmen eines organisierten Systems zum Fernabsatz von Produkten, digitalen Inhalten und/oder Dienstleistungen abgeschlossen wird, wobei zum Vertragsabschluss auschließlich oder unter anderem eine oder mehrere Techniken der Telekommunikation genutzt wird.
  11. Musterformular für Widerrufe: das als Anlage I in diese Geschäftsbedingungen aufgenommene europäische Musterformular für Wiederrufe. Anlage I muss nicht zur Verfügung gestellt werden, wenn der Verbraucher aufgrund der Art seiner Bestellung kein Widerrufsrecht hat.
  12. Technik zur Telekommunikation: Hilfsmittel, die dazu verwendet werden können einen Vertrag zu schließen, ohne dass Verbraucher und Unternehmer gleichzeitig zur gleichen Zeit im gleichen Raum zusammentreffen müssen.

Artikel 2 – Identität des Unternehmers

Name des Unternehmers: BVA Auctions B.V.
Firmierend unter: BVA Auctions B.V., BVA Automotive, BVA Taxaties

Niederlassungs- und Besucheranschrift: Kryptonweg 8, 3812 RZ Amersfoort, Niederlande
Telefonnummer: +31 (0)33 4600070;
Faxnummer: +31 (0)33 4600079;
E-Mail-Adresse: info@bva-auctions.com
Erreichbarkeit: Von Montag bis Donnerstag sind wir von 8:00 bis 20:00 Uhr und Freitag von 8:00 bis 17:30 Uhr telefonisch erreichbar.
Postanschrift:
BVA Auctions BV
Postfach 1838
NL-3800 BV Amersfoort
HR-Nummer: 32118690
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: NL816010.456.B01

Falls die Geschäftstätigkeiten des Unternehmers bestimmten Genehmigungen unterliegen: Angaben zur Aufsichtsbehörde.

Wenn der Unternehmer einen reglementierten Beruf ausübt:

  • Angabe des Berufsverbands oder der Berufsorganisation, dem/der er angeschlossen ist;
  • Angabe der Berufsbezeichnung sowie des Orts in der EU oder im Europäischen Wirtschaftsraum, in dem diese zuerkannt wurde;
  • Verweis auf die Berufsordnung, die in den Niederlanden gilt, sowie Anweisungen, wo und wie man auf diese Berufsordnung zugreifen kann.

Artikel 3 – Anwendbarkeit

  1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für jedes Angebot des Unternehmers und auf jeden zustande gekommenen Fernabsatzvertrag zwischen Unternehmer und Verbraucher.
  2. Bevor ein Fernabsatzvertrag geschlossen wird, wird dem Verbraucher der Text dieser Allgemeinen Geschäftsbedigungen zur Verfügung gestellt. Falls dies nach billigem Ermessen nicht möglich ist, wird der Unternehmer vor Zustandekommen des Fernabsatzvertrags angeben, wie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Unternehmers einzusehen sind und diese auf Ersuchen des Verbrauchers schnellstmöglich kostenlos zusenden.
  3. Wenn der Fernabsatzvertrag auf elektronischem Wege abgeschlossen wird, kann der Text dieser AGB in Abweichung vom vorigen Absatz dem Verbraucher vor Abschluss des Fernabsatzvertrags auf elektronischem Wege zur Verfügung gestellt werden, sodass der Verbraucher ihn einfach auf einem dauerhaften Datenträger speichern kann. Wenn dies im Rahmen des Zumutbaren nicht möglich ist, so ist vor Abschluss des Fernabsatzvertrags anzugeben, wo die AGB auf elektronischem Wege zur Kenntnis genommen werden können und dass sie auf Anfrage elektronisch oder auf anderem Wege kostenlos zugesandt werden.
  4. Für den Fall, dass neben diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen zugleich gesonderte Produkt- oder Dienstleistungsbedingungen anzuwenden sind, ist der zweite und dritte Absatz entsprechend anzuwenden und der Verbraucher kann sich im Falle widersprüchlicher Bedingungen immer auf die für ihn günstigere zutreffende Bestimmung berufen.

Artikel 4 – Das Angebot

  1. Wenn ein Angebot eine begrenzte Gültigkeitsdauer hat oder unter bestimmten Bedingungen erfolgt, wird dies ausdrücklich im Angebot angegeben.
  2. Das Angebot umfasst eine vollständige und genaue Beschreibung der angebotenen Produkte, digitalen Inhalte und/oder Dienste. Die Beschreibung ist hinreichend detailliert, um dem Verbraucher eine gute Beurteilung des Angebots zu ermöglichen. Wenn der Unternehmer Bilder verwendet, stellen diese eine wahrheitsgetreue Abbildung der angebotenen Produkte, Dienste und/oder digitalen Inhalte dar. Offensichtliche Irrtümer oder offensichtliche Fehler im Angebot binden den Unternehmer nicht.
  3. 3. Jedes Angebot enthält derartige Informationen, dass dem Verbraucher worin seine Rechte und Pflichten bestehen, die mit der Angebotsannahme verbunden sind.

Artikel 5 – Der Vertrag

  1. Der Vertrag kommt – vorbehaltlich der Bestimmungen in Absatz 4 – in dem Moment zustande, in dem der Verbraucher das Angebot annimmt und die damit einhergehenden Bedingungen erfüllt.
  2. Wenn der Verbraucher das Angebot auf elektronischem Wege angenommen hat, bestätigt der Unternehmer ebenfalls auf elektronischem Wege unverzüglich den Empfang der Angebotsannahme. Solange der Unternehmer der Empfang der Angebotsannahme nicht bestätigt hat, kann der Verbraucher den Vertrag kündigen.
  3. Wenn der Vertrag elektronisch zustande kommt, ergreift der Unternehmer geeignete technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz der elektronischen Datenübertragung und sorgt er für eine sichere Webumgebung. Wenn der Verbraucher elektronisch zahlen kann, hält der Unternehmer dafür geeignete Sicherheitsmaßnahmen ein.
  4. Der Unternehmer kann sich im rechtlichen Rahmen über die Zahlungsfähigkeit und die Tatsachen und Faktoren des Verbrauchers informieren, die für einen verantwortungsbewussten Abschluss eines Fernabsatzvertrags von Bedeutung sind. Wenn der Unternehmer auf Grundlage dieser Informationen den Vertrag aus guten Gründen nicht eingeht, ist er berechtigt eine Bestellung oder eine Anfrage abzulehnen oder an deren Ausführung besondere Bedinungen zu knüpfen.
  5. Der Unternehmer übermittelt dem Verbraucher spätestens bei der Lieferung des Produkts, der Dienstleistung oder des digitalen Inhalts Informationen in Schriftform oder auf eine solche Art und Weise, dass der Verbraucher diese auf zugängliche Weise auf einem dauerhaften Datenträger speichern kann:
    1. Die Besuchsanschrift der Niederlassung des Unternehmers, an die sich der Verbraucher mit Reklamationen wenden kann;
    2. Die Voraussetzungen, unter denen der Verbraucher von seinem Widerrufsrecht Gebrauch machen kann, und wie er diesbezüglich vorzugehen hat, oder eine klare Mitteilung, dass das Widerrufsrecht ausgeschlossen ist;
    3. Angaben in Bezug auf Garantie und den vorhandenen Kundendienst nach Erwerb;
    4. den Preis, einschließlich aller Steuern, für das Produkt, die Dienstleistung oder die digitalen Inhalte, die Lieferkosten, falls zutreffend, und die Art der Zahlung, Lieferung oder Erfüllung des Fernabsatzvertrags,
    5. die Kündigungsbedingungen, insofern der Vertrag eine Laufzeit von über einem Jahr hat oder auf unbestimmte Zeit geschlossen wurde,
    6. insofern der Verbraucher ein Widerrufsrecht besitzt, das Musterformular für einen Widerruf.
  6. Im Fall einer Dauertransaktion gilt die Bestimmung im vorigen Absatz nur für die erste Lieferung

Artikel 6 - Widerrufsrecht

Bei Produkten:

  1. Der Verbraucher kann den Vertrag in Bezug auf den Kauf eines Produkts innerhalb einer Bedenkzeit von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen. Der Unternehmer darf den Verbraucher nach den Gründen des Widerrufs fragen, ihn jedoch nicht zur Angabe der Gründe verpflichten.
  2. Die in Absatz genannte Bedenkzeit beginnt an dem Tag, nachdem der Verbraucher oder ein zuvor vom Verbraucher benannten Dritten, der nicht der Transporteur ist, das Produkt erhalen hat oder:
    1. wenn der Verbraucher mehrere Produkte in einer Bestellung bestellt hat: am Tag an dem der Verbraucher oder ein von ihm benannter Dritter das letzte Produkt erhalten hat. Der Unternehmer darf, nachdem er den Verbraucher vor dem Bestellvorgang deutlich darauf hingewiesen hat, eine Bestellung mehrerer Produkte mit unterschiedlichen Lieferzeiten ablehnen;
    2. wenn die Lieferung eines Produkts aus verschiedenen Sendungen oder Teilen besteht: an dem Tag an dem der Verbraucher oder ein von ihm benannter Dritter die letzte Sendung oder das letzte Teil erhalten hat;
    3. bei Verträgen über die regelmäßige Lieferung von Produkten über einen bestimmten Zeitraum: der Tag an dem der Verbraucher oder ein von ihm benannter Dritte das erste Produkt erhalten hat.


    4. Bei Diensten und digitalen Inhalten, die nicht auf einem materiellen Träger geliefert werden:
    5. Der Verbraucher kann von einem Dienstleistungsvertrag oder einem Vertrag zur Lieferung von digitalen Inhalten, die nicht auf einem materiellen Träger geliefert werden, innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen zurücktreten. Der Unternehmer darf den Verbraucher nach den Rücktrittsgründen fragen, ihn aber nicht zur Nennung seiner Gründe verpflichten.
    6. Die in Absatz 3 genannte Bedenkzeit beginnt an dem auf den Vertragsabschluss folgenden Tag.


    7. Verlängerte Bedenkzeit für Produkte, Dienste und digitale Inhalte, die nicht auf einem materiellen Träger geliefert werden, wenn nicht über das Widerrufsrecht informiert wurde.:
    8. Wenn der Unternehmer den Verbraucher nicht die gesetzlich vorgeschriebenen Informationen zum Widerrufsrecht oder zum Musterformular für den Widerruf erteilt hat, endet die Bedenkzeit zwölf Monate nach Ende der ursprünglichen, entsprechend der vorherigen Absätze dieses Artikels festgestellten Bedenkzeit.
    9. Wenn der Unternehmer dem Verbraucher die im vorangehenden Absatz genannten Informationen innerhalb von zwölf Monaten nach Beginn der ursprünglichen Bedenkzeit übermittelt hat, endet die Bedenkzeit vierzehn Tag nachdem der Verbraucher diese Informationen erhalten hat.

    Artikel 7 - Pflichten des Verbrauchers während der Bedenkzeit

    1. Innerhalb der Bedenkzeit wird der Verbraucher pfleglich mit dem Produkt und der Verpackung umgehen. Er wird das Produkt lediglich derart auspacken oder verwenden, wie es notwendig ist, um die Art, Merkmale und Funktion des Produkts festzustellen. Ausgangspunkt hierbei ist, dass der Verbraucher das Produkt lediglich in der Art benutzen und ansehen darf, wie es ihm in einem Ladengeschäft möglich wäre.
    2. Der Verbraucher haftet für eine eventuelle Wertminderung, die infolge des Umgangs mit dem Produkt, die über das Erlaubte in Absatz 1 hinausgeht, auftritt.
    3. Der Verbraucher haftet nicht für Wertminderungen des Produkts, wenn der Unternehmer ihm nicht vor oder während des Vertragsabschlusses alle gesetzlich vorgeschriebenen Informationen zum Widerrufsrecht mitgeteilt hat.

    Artikel 8 - Ausübung des Widerrufsrechts durch den Verbraucher und damit verbundene Kosten

    1. Wenn der Verbraucher von seinem Widerrufsrecht Gebrauch macht, teilt er dies innerhalb der Bedenkzeit mit dem Musterformular zum Widerruf oder auf andere eindeutige Weise dem Unternehmer mit.
    2. Der Verbraucher schickt das Produkt schnellstmöglich, jedoch innerhalb von vierzehn Tagen ab einem Tag nach der in Absatz 1 genannten Mitteilung, zurück oder übergibt es an den Unternehmer oder eine von diesem bevollmächtigte Person. Dies ist nicht erforderlich, wenn der Unternehmer angeboten hat, das Produkt selbst abzuholen. Der Verbraucher hat die Rücksendefrist in jedem Fall eingehalten, wenn er das Produkt vor Ablauf der Bedenkzeit zurücksendet.
    3. Der Verbraucher sendet das Produkt einschließlich allem gelieferten Zubehör in Originalzustand und Originalverpackung entsprechend der vom Unternehmer erteilten angemessenen und deutlichen Anweisungen zurück.
    4. Das Risiko und die Beweislast für einen ordnungsgemäßen und rechtzeitigen Widerruf liegt beim Verbraucher.
    5. Der Verbraucher trägt die direkten Kosten für die Rücksendung des Produkts. Wenn der Unternehmer nicht angegeben hat, dass der Verbraucher diese Kosten trägt oder der Unternehmer angegeben hat, diese Kosten selbst zu tragen, muss der Verbraucher für die Rücksendekosten nicht aufkommen.
    6. Wenn der Verbraucher von seinem Widerrufsrecht Gebrauch macht, nachdem er ausdrücklich darum gebeten hat, dass die Bereitstellung des Dienstes oder die Lieferung von Gas, Wasser oder Elektrizität, die nicht verkaufsfertig gemacht sind, in begrenztem Umfang und beschränkter Menge während der Bedenkzeit beginnt, schuldet der Verbraucher dem Unternehmer einen Betrag, der dem Teil dieses Vertrags entspricht, dem der Unternehmer zum Zeitpunkt des Widerrufs im Vergleich zur vollständigen Erfüllung des Vertrags nachgekommen ist.
    7. Der Verbraucher trägt keinerlei Kosten für die Erbringung von Diensten oder die Lieferung von Wasser, Gas oder Elektrizität, die in beschränktem Volumen oder Umfang nicht verkaufsbereit gemacht sind, oder zur Lieferung von Stadtwärme, wenn:
      1. der Unternehmer dem Verbraucher die gesetzlich vorgeschriebenen Informationen zum Widerrufsrecht, zu den Widerrufskosten oder zum Musterformular für den Widerruf nicht mitgeteilt hat oder
      2. der Verbraucher nicht ausdrücklich um die Erbringung der Leistung oder Lieferung von Gas, Wasser, Elektrizität während der Bedenkzeit ersucht hat.
    8. Der Verbraucher übernimmt keine Kosten für die vollständige oder teilweise Lieferung von nicht auf einem materiellen Träger gelieferten digitalen Inhalte, wenn:
      1. er vor der Lieferung davon nicht ausdrücklich dem Beginn der Vertragserfüllung vor Ende der Bedenkzeit zugestimmt hat,
      2. er sich nicht bewusst war, dass er sein Widerrufsrecht mit der Erteilung seiner Zustimmung verwirkt oder
      3. der Unternehmer versäumt hat diese Erklärung vom Verbraucher bestätigen zu lassen.
    9. Wenn der Verbraucher von seinem Widerrufsrecht Gebrauch macht, werden alle ergänzenden Vereinbarungen von Rechts wegen aufgehoben.

    Artikel 9 - Pflichten des Unternehmers im Falle eines Widerrufs

    1. Wenn der Unternehmer den Widerruf des Verbrauchers elektronisch ermöglicht, sendet er nach Erhalt der Widerrufsmeldung unverzüglich eine Empfangsbestätigung.
    2. Der Unternehmer erstattet dem Verbraucher unverzüglich, jedoch innerhalb von 14 Tagen nach dem Tag des Widerrufs durch den Verbraucher, sämtliche Zahlungen, einschließlich eventueller Lieferkosten, die vom Unternehmer für das zurückgesendete Produkt in Rechnung gestellt wurden. Bietet der Unternehmer an das Produkt selbst abzuholen, kann er mit der Rückzahlung so lange warten bis er das Produkt erhalten hat oder der Verbraucher nachweist, dass er das Produkt zurückgesendet hat, je nachdem was früher erfolgt ist.
    3. Der Unternehmer nutzt für die Rückzahlung denselben Zahlungsweg, den der Verbraucher genutzt hat, es sei denn der Verbraucher stimmt einem anderen Zahlungsverfahren zu. Die Rückzahlung ist für den Verbraucher mit keinen Kosten verbunden.
    4. Wenn der Verbraucher sich für eine teurere Lieferart als die günstigste Standardlieferung entschieden hat, muss der Unternehmer die zusätzlichen Kosten für das teuere Lieferverfahren nicht zurückerstatten.

  3. Artikel 10 - Ausschluss des Widerrufsrechts

    Der Unternehmer kann die folgenden Produkte und Dienste vom Widerrufsrecht ausschließen, jedoch nur, wenn der Unternehmer dies deutlich beim Angebot, zumindest vor Vertragsabschluss, angegeben hat:

    1. Produkte oder Dienste, deren Preis Schwankungen auf dem Finanzmarkt unterliegen auf die der Unternehmer keinen Einfluss hat und die innerhalb der Widerrufsfrist auftreten können,
    2. Verträge, die während einer öffentlichen Versteigerung geschlossen wurden. Unter einer öffentlichen Versteigerung wird eine Verkaufsmethode verstanden, bei der Produkte, digitale Inhalte und/oder Dienste dem Verbraucher, der persönlich anwesend ist oder die Möglichkeit hat bei der Versteigerung persönlich anwesend zu sein, vom Unternehmer unter Leitung eines Auktionators angeboten werden und wobei der Höchstbietende verpflichtet ist die Produkte, digitalen Inhalte und/oder Dienste abzunehmen.
    3. Dienstverträge, nach vollständiger Ausführung des Dienstes, aber nur wenn:
      1. Die Ausführung mit der ausdrücklichen vorherigen Zustimmung des Verbrauchers begonnen hat und
      2. der Verbraucher erklärt hat, dass er sein Widerrufsrecht verliert, sobald der Unternehmer den Vertrag vollständig ausgeführt hat.
    4. Dienstverträge über die Zurverfügungstellung von Unterkünften, wenn im Vertrag ein bestimmtes Datum oder ein Zeitraum zur Ausführung festgelegt ist und nicht zu Wohnzwecken, zum Warentransport, zur Autovermietung und zum Catering.
    5. Verträge im Bezug auf Freizeitgestaltung, wenn im Vertrag ein bestimmtes Datum oder ein Zeitraum für die Erfüllung des Vertrags festgelegt ist.
    6. Nach Kundenangaben hergestellte Produkte, die nicht vorgefertigt sind und die auf Grundlage einer individuellen Wahl oder Entscheidung des Verbrauchers hergestellt werden oder die ganz deutlich für eine bestimmte Person bestimmt sind.
    7. Produkte, die schnell verderblich oder nur beschränkt haltbar sind.
    8. Versiegelte Produkte, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes und der Hygiene nicht zur Rücksendung geeignet sind und deren Versiegelung nach der Lieferung beschädigt ist.
    9. Produkte, die nach Lieferung aufgrund ihrer Beschaffenheit unwiderruflich mit anderen Produkten vermischt sind,
    10. Alkoholische Getränke, deren Preis bei Vertragsschluss vereinbart wurde, aber deren Lieferung nur nach 30 Tagen erfolgen kann und deren tatsächlicher Wert Marktschwankungen unterliegt, auf die der Unternehmer keinen Einfluss hat.
    11. Versiegelte Audio- und Videoaufnahmen sowie Computerprogramme, deren Versiegelung nach der Lieferung beschädigt ist.
    12. Zeitungen, Zeitschriften oder Magazine mit Ausnahme von Abonnements.
    13. Die Lieferung von digitalen Inhalten, anders als auf einem materiellen Träger, aber nur, wenn:
      1. Die Ausführung mit der ausdrücklichen vorherigen Zustimmung des Verbrauchers begonnen hat und
      2. der Verbraucher erklärt hat, dass er hierdurch sein Widerrufsrecht verliert.

      Artikel 11 - Der Preis

      1. Während der im Angebot angegebenen Gültigkeitsdauer werden die Preise der angebotenen Produkte und/oder Dienste nicht erhöht, vorbehaltlich von Preisänderungen infolge veränderter Mehrwertsteuersätze.
      2. In Abweichung vom vorherigen Abschnitts kann der Unternehmer Produkte oder Dienste, deren Preise Schwankungen auf dem Finanzmarkt unterliegen und worauf der Unternehmer keinen Einfluss hat, mit variablen Preisen anbieten. Im Angebot muss dann angegeben werden, dass diese Preise Schwankungen unterliegen und es sich bei eventuell angegebenen Preisen um Richtpreise handelt.
      3. Preiserhöhungen innerhalb von drei Monaten nach Vertragsabschluss sind nur dann zulässig, wenn sie sich aus gesetzlichen Regelungen oder Bestimmungen ergeben.
      4. Preiserhöhungen, die drei Monate oder länger nach Vertragsabschluss stattfinden, sind nur dann zulässig, wenn sich der Unternehmer dies ausbedungen hat und:
        1. sie sich aus gesetzlichen Regelungen oder Bestimmungen ergeben oder
        2. der Verbraucher berechtigt ist, den Vertrag zu dem Tag, an dem die Preiserhöhung in Kraft tritt, zu kündigen.
      5. Die im Angebot von Produkten und Diensten angegebenen Preise verstehen sich einschließlich Mehrwertsteuer.

    14. Artikel 12 - Vertragserfüllung und zusätzliche Garantie

      1. Der Unternehmer garantiert, dass die Produkte und/oder Dienste dem Vertrag, den im Angebot genannten Spezifikationen, den angemessenen Anforderungen an die Tauglichkeit und/oder Brauchbarkeit und den zum Zeitpunkt des Zustandekommens des Vertrags geltenden rechtlichen Bestimmungen und/oder Vorschriften entsprechen. Insofern vereinbart, garantiert der Unternehmer, dass das Produkt auch für andere Zwecke als für den normalen Gebrauch geeignet ist.
      2. Eine vom Unternehmer, dessen Zulieferer, Hersteller oder Importeur zusätzliche Garantie schränkt die gesetzlichen Rechte und Ansprüche, die der Verbraucher aufgrund des Vertrags dem Unternehmer gegenüber geltend machen kann, niemals ein, wenn der Unternehmer seinem Teil des Vertrags nicht nachgekommen ist.
      3. Unter einer zusätzlichen Garantie wird jegliche Verinbarung des Unternehmers, dessen Zulieferers, Importeurs oder Herstellers, in dem dieser dem Verbraucher bestimmte Rechte oder Ansprüche zuerkennt, die über die gesetzlichen Verpflichtungen hinausgehen, falls er seinem Teil des Vertrags nicht nachkommt.

      Artikel 13 - Lieferung und Ausführung

      1. Der Unternehmer wird bei der Annahme und Bearbeitung von Produktbestellungen sowie bei der Beurteilung von Anfrage zur Erbringung von Diensten auf größtmögliche Sorgfalt achten.
      2. Als Lieferort gilt die Adresse, die der Verbraucher dem Unternehmer mitgeteilt hat.
      3. Unter Berücksichtigung von Artikel 4 dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen, wird der Unternehmer angenommene Bestellungen mit gehöriger Eile, jedoch spätestens innerhalb von 30 Tagen ausführen, es sei denn es wurde ein anderer Liefertermin vereinbart. Falls es bei der Lieferung zu Verspätungen kommen oder eine Bestellung gar nicht oder nur teilweise ausgeführt werden kann, erhält der Verbraucher spätestens 30 Tage nach seiner Bestellung eine Mitteilung. Der Verbraucher hat in diesem Fall das Recht, den Vertrag kostenfrei aufzuheben sowie ein Recht auf einen möglichen Schadensersatz.
      4. Nach Aufhebung entsprechend des vorangehenden Absatzes erstattet der Unternehmer dem Verbraucher den Betrag unverzüglich .
      5. Das Risiko einer Beschädigung und/oder eines Verlusts der Produkte trägt der Unternehmer bis zum Lieferzeitpunkt an den Verbraucher oder an einen zuvor vom Unternehmer benannten Vertreter, es sei denn es ist ausdrücklich etwas anderes vereinbart worden.

      Artikel 14 - Transaktionsdauer: Dauer, Kündigung und Verlängerung

      Kündigung

      1. Der Verbraucher kann einen Vertrag, der für unbestimmte Dauer geschlossen wurde und die regelmäßige Lieferung von Produkten (einschließlich Elektrizität) oder Diensten umfasst, jederzeit unter Beachtung der diesbezüglich getroffenen Vereinbarungen und einer Kündigungsfrist von höchstens einem Monat kündigen.
      2. Der Verbraucher kann einen Vertrag, der für einen bestimmten Zeitraum abgeschlossen wurde und die regelmäßige Lieferung von Produkten (einschließlich Elektrizität) oder Diensten umfasst, jederzeit zum Ende des bestimmten Zeitraums unter Beachtung der diesbezüglich getroffenenen Vereinbarungen und Einhaltung einer Kündigungsfrist von höchstens einem Monat kündigen.
      3. Der Verbraucher kann die in den vorstehenden Absätzen genannten Verträge:
        • jederzeit kündigen und darf nicht auf eine Kündigung zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einem bestimmten Zeitraum beschränkt werden,
        • - jederzeit mit der gleichen Kündigungsfrist kündigen, die für den Unternehmer gilt.

      Verlängerung

      1. Ein Vertrag, der über einen bestimmten Zeitraum abgeschlossen wurde und die regelmäßige Lieferung von Produkten (einschließlich Elektrizität) oder Diensten umfasst, darf nicht stillschweigend verlängert oder für eine bestimmte Dauer erneuert werden.
      2. Abweichend vom vorherigen Absatz, darf ein Vertrag, der über einen bestimmten Zeitraum geschlossen wurde und die regelmäßige Lieferung von Tages-, Nachrichten- und Wochenzeitungen sowie Zeitschriften stillschweigen für einen bestimmten Zeitraum von höchstens drei Monaten verlängert wird, insofern der Verbraucher diesen verlängerten Vertrag zum Ende der Verlängerung mit einer Kündigungsfrist von höchstens einem Monat kündigen kann.
      3. Ein Vertrag, der über einen bestimmten Zeitraum geschlossen wurde und die regelmäßige Lieferung von Produkten und Diensten umfasst, darf nur dann für einen unbestimmten Zeitraum verlängert werden, wenn der Verbraucher jederzeit die Möglichkeit zur Kündigung mit einer Kündigungsfrist von höchstens einem Monat hat. Die Kündigungsfrist darf höchstens drei Monate betragen, falls der Vertrag die regelmäßige, jedoch weniger als einmal monatliche, Lieferung von Tages-, Nachrichten- und Wochenzeitungen sowie Zeitschriften umfasst.
      4. Ein Vertrag, der über einen bestimmten Zeitraum geschlossen wurde und die probeweise, regelmäßige Lieferungen von Tages-, Nachrichten- und Wochenzeitungen sowie Zeitschriften (Probeabonnement) umfasst, wird nicht stillschweigend fortgesetzt und endet automatisch nach Ablauf des Probezeitraums.

      Laufzeit

      1. 8. Wenn der Vertrag über einen längeren Zeitraum als ein Jahr geschlossen wurde, darf der Verbraucher den Vertrag nach einem Jahr jederzeit unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von einem Monat kündigen, es sei denn, dass Zumutbarkeit und Billigkeit einer vorzeitigen Kündigung entgegenstehen.

      Artikel 15 - Zahlung

      1. Insofern nichts anderes im Vertrag oder den ergänzenden Geschäftsbedingungen bestimmt ist, müssen die vom Verbraucher geschuldeten Beträge innerhalb von 14 Tagen nach der Bedenkzeit oder in Abwesenehit einer Bedenkzeit innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsschluss bezahlt werden. Im Falle eines Dienstleistungsvertrags beginnt diese Frist am Tag nachdem der Verbraucher die Vertragsbestätigung erhalten hat.
      2. Beim Verkauf von Produkten an Verbraucher, darf der Verbraucher in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen niemals zu einer Vorauszahlung von über 50 % des Gesamtbetrages verpflichtet werden. Wenn eine Vorauszahlung verlangt wird, kann der Verbraucher keinerlei Recht bezüglich der Ausführung der betreffenen Bestellung oder Dienste geltend machen, bevor die verlangte Vorauszahlung erfolgt ist.
      3. Der Verbraucher ist verpflichtet, dem Unternehmer Fehler in den erteilten oder aufgeführten Zahlungsangaben unverzüglich zu melden.
      4. Wenn der Verbraucher seinen Zahlungsverpflichtungen nicht rechtzeitig nachkommt, schuldet dieser, nachdem ihn der Unternehmen auf den Zahlungsverzug hingewiesen und dem Verbraucher eine Zahlungsfrist von 14 Tagen eingeräumt hat, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, nach Ausbleiben einer Zahlung innerhalb dieser Frist, Zinsen über den geschuldeten Betrag und der Unternehmer ist berechtigt, die entstandenen außergerichtlichen Inkassokosten in Rechnung zu stellen. Diese Inkassokosten betragen höchstens: 15 % auf offene Beträge bis € 2.500,-, 10 % auf die darauffolgenden € 2.500,- und 5 % auf die folgenden € 5.000,- mit einem Minimum von € 40,-. Der Unternehmer kann zugusten des Verbrauchers von den genannten Beträgen und Prozentsätzen abweichen.

      Artikel 16 - Beschwerderegelung

      1. Der Unternehmer verfügt über ein hinreichend bekannt gemachtes Reklamationsverfahren und wickelt Reklamationen diesem Verfahren entsprechend ab.
      2. Beschwerden über die Ausführung des Vertrags müssen innerhalb eines geeigneten Zeitraums, nachdem der Verbraucher die Mängel festgestellt hat, vollständig und deutlich beschrieben an den Unternehmer gerichtet werden.
      3. Beim Unternehmer eingereichte Reklamationen werden innerhalb von 14 Tagen ab dem Empfangsdatum beantwortet. Wenn eine Reklamation eine vorhersehbare längere Bearbeitungszeit erfordert, schickt der Unternehmer innerhalb von 14 Tagen eine Antwort, in der er den Empfang der Reklamation bestätigt und angibt, wann der Verbraucher eine ausführlichere Antwort erwarten kann.
      4. Eine Beschwerde über ein Produkt, eine Dienstleistung oder den Service des Unternehmers kann auch über das Beschwerdeformular auf der Verbraucherseite der Website von Thuiswinkel.org www.thuiswinkel.org eingereicht werden. Die Beschwerde wird dann sowohl an den entsprechenden Unternehmer als auch an Thuiswinkel.org gesendet.
      5. Der Verbraucher muss dem Unternehmern vier Wochen Zeit einräumen, um den Grund der Beschwerde in gemeinsamer Absprache auszuräumen. Nach dieser Frist entsteht daraus ein Rechtsstreit, der in einem Schlichtungsverfahren geklärt werden kann.

      Artikel 17 - Streitigkeiten

      1. Verträge zwischen dem Unternehmer und dem Verbraucher, auf die diese AGB zutreffen, unterstehen ausschließlich niederländischem Recht.
      2. Streitigkeiten zwischen dem Verbraucher und dem Unternehmer über das Zustandekommen oder die Ausführung von Verträgen in Bezug auf die von diesem Unternehmer zu liefernden oder gelieferten Produkte und Dienste, können unter Berücksichtigung der folgenden Bestimmungen, sowohl vom Verbraucher als auch vom Unternehmer der Schlichtungskommission Onlinehandel (Thuiswinkel) vorgelegt werden, Postfach 90600, 2509 LP Den Haag ( www.sgc.nl)
      3. Der Schlichtungsausschuss nimmt eine Streitigkeit nur in Behandlung, wenn der Verbraucher dem Unternehmer seine Reklamation erst innerhalb einer angemessenen Frist zur Kenntnis gebracht hat.
      4. Der Streitigkeit muss dem Schlichtungsausschuss spätestens drei Monate nach ihrer Entstehung schriftlich vorgelegt werden.
      5. Wenn der Verbraucher dem Schlichtungsausschuss einen Rechtstreit vorlegen will, muss der Unternehmer dieser Entscheidung folgen. Der Verbraucher teilt dies dem Unternehmer im Idealfall zuerst mit.
      6. Wenn der Unternehmer dem Schlichtungsausschuss einen Rechtsstreit vorlegen will, muss sich der Verbraucher innerhalb von fünf Wochen nach einem vom Unternehmer schriftlich vorgelegten Ersuchen entscheiden, ob er ein Schlichtungsverfahren wünscht oder die Angelegenheit vom zuständigen Gericht entscheiden lassen möchte. Wird dem Unternehmer diese Entscheidung des Verbrauchers nicht innerhalb von fünf Wochen mitgeteilt, hat der Unternehmer das Recht, den Rechtsstreit dem zuständigen Gericht vorzulegen.
      7. Die Schlichtungskommission trifft Urteile unter den Bedingungen, die festgelegt sind in die Satzung der Schlichtungskommission. Die Entscheidungen der Schlichtungskommission erfolgen als bindender Rat.
      8. Eine Streitigkeit wird vom Schlichtungsausschuss nicht behandelt oder weiter behandelt, wenn der Unternehmer Zahlungsaufschub oder Konkurs beantragt hat oder den Betrieb faktisch eingestellt hat, bevor die Streitigkeit auf einer Sitzung des Schlichtungsausschusses behandelt und ein Endurteil gefällt wurde.
      9. Wenn außer der Schlichtungskommission Onlinehandel eine andere anerkannte oder in der Stichting Geschillencommissies voor Consumentenzaken (SGC) oder dem Klachteninstituut Financiële Dienstverlening (Kifid) organisierte Schlichtungskommission zuständig ist, ist bei Streitigkeiten über die Methode des Verkaufs oder der Dienstleistung im Fernabsatz, die Schlichtungskommission Onlinehandel bevorzugt zuständig. Für alle anderen Streitigkeiten ist die andere anerkannte und in der SGC oder Kifid organisierte Schlichtungkommission zuständig.

      Artikel 18 - Branchengarantie

      1. Thuiswinkel.org garantiert die Einhaltung der verbindlichen Empfehlung der Schlichtungskommission Onlinehandel seiner Mitglieder, es sei denn das Mitglied beschließt die verbindliche Empfehlung innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung zur Überprüfung einem Gericht vorzulegen. Diese Garantie lebt wieder auf, wenn die verbindliche Empfehlung vom Richter bestätigt wurde und das Urteil, aus dem dies hervorgeht, rechtskräftig ist. Bis zu einem Höchstbetrag von 10.000 EUR pro verbindlicher Empfehlung wird dieser Betrag von Thuiswinkel.org dem Verbraucher gezahlt. Bei höheren Summen als 10.000 EUR pro verbindlicher Empfehlung werden 10.000 EUR gezahlt. Desweiteren hat Thuiswinkel.org die Pflicht sicherzustellen, dass das Mitglied der verbindlichen Empfehlung nachkommt.
      2. Zur Umsetzung dieser Garantie ist erforderlich, dass sich der Verbraucher bei Thuiswinkel.org schriftlich hierauf beruft und er seine Forderung gegen den Unternehmer an Thuiswinkel.org überträgt. Wenn die Forderung gegen den Unternehmer über 10.000 EUR liegt, wird dem Verbraucher angeboten seine Forderung insofern diese oberhalb von 10.000 EUR liegt an Thuiswinkel.org zu übertragen, woraufhin diese Organisation auf eigenen Namen und eigene Kosten die Zahlung gerichtlich einfordern wird.

      Artikel 19 - Ergänzende oder abweichende Bestimmungen

      Bestimmungen, die von den vorliegenden AGB abweichen oder diese ergänzen, dürfen nicht zum Nachteil des Verbrauchers gereichen und müssen schriftlich oder in einer solchen Form, dass der Verbraucher sie auf einem dauerhaften Datenträger speichern und dann darauf zugreifen kann, festgelegt werden.

      Artikel 20 - Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen Onlinehandel

      1. Thuiswinkel.org wird diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen nur in Absprache mit dem Verbraucherverband ändern.
      2. Änderungen dieser AGB treten erst dann in Kraft, wenn sie auf geeignete Weise veröffentlicht wurden, mit der Maßgabe, dass bei gültigen Änderungen während der Laufzeit eines Angebots die für den Verbraucher günstigste Bestimmung Vorrang genießt.

      Thuiswinkel.org
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